Auf “The Happening” war ich sehr gespannt. Nachdem ich schon vor einigen Monaten den Trailer gesehen hatte, habe ich mich sehr auf den Film gefreut. Zumal der Regisseur M. Night Shyamalan mit “The 6th sense” einen wirklich genialen Film abgeliefert hat, der mir sehr gut gefallen hat. Leider kann ich das von “The Happening” nicht sagen.
Zur Story des Films: im Nordosten der USA bricht ein Neurotoxin aus, das innerhalb von Sekunden dreistufig wirkt: in der ersten Stufe verliert das Opfer seine Sprachfähigkeit, in der zweiten Stufe tritt geistige Desorientierung ein und in der dritten Stufe begeht das Opfer Suizid.
Aus heiterem Himmel tritt dieses Phänomen im Central Park in New York (und später noch in anderen Städten) auf. Elliot Moore (Mark Wahlberg), Lehrer für Naturwissenschaften an einer New Yorker High School, seine Frau Alma (Zooey Deschanel) sowie sein bester Kumpel Julian (John Leguizamo) und dessen Tochter Jess (Ashlyn Sanchez) beschließen die Stadt mit dem Zug zu verlassen und aufs Land zu fahren wo es im Augenblick sicherer scheint. Doch der Zug bleibt mitten auf der Strecke stehen. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass nur der Nordwesten der USA betroffen ist und die Gruppe versucht nun aus dem Gebiet zu fliehen um der fast schon explosionsartigen Ausbreitung des Phänomen zu entkommen.
So spannend sich die Story vielleicht anhört so langweilig hat M. Night Shyamalan sie umgesetzt. Nach einem recht guten Anfang plätschert der Film ohne einen Ansatz von Spannung nur noch so vor sich hin ohne den Zuschauer gefangen zu nehmen.
Auch Mark Wahlberg hat es wieder ein mal nicht geschafft, mich als Schauspieler zu überzeugen. Auch die schauspielerische Leistung von Zooey Deschanel beschränkt sich darauf schuldbewusst aus ihren großen, blauen Augen zu gucken.
Darüber hinaus wirft der Film jede Menge Fragen auf ohne sie zu beantworten. Was sind die Gründe für die Eheprobleme von Elliot und Alma? Steht das Verschwinden der Bienen, das Elliot am Anfang des Films im Unterricht diskutiert in irgendeinem Zusammenhang mit den restlichen Ereignissen im Film (biologisch würde es zu mindestens keinen Sinn ergeben)?
Fast schon komische Züge trägt die Hysterie, die nach dem Ausbruch des Neurotoxins entsteht (zu mindestens für Mitteleuropäer). Natürlich denkt jeder erst ein mal, dass es sich um einen terroristischen Anschlag handelt. Ob Shyamalan damit ironisch auf die subtile Angst und Hysterie seiner Landsleute nach dem 11. September anspielt lässt er offen (was allerdings einen Zusammenhang mit der Szene in der die Bauarbeiter vom Dach springen herstellen würde).
Fast ebenso amüsant wirkte auf mich die Szene mit den Recknecks, die sich im Haus verschanzt haben und die Gruppe nicht herein lassen wollen mit der Begründung, dass ansonsten das Giftgas in das Haus kommt. Würde nicht jeder Mensch, der halbwegs klar bei Verstand ist, nicht nur den Fensterladen, sondern auch das Fenster selber in so einer Situation schließen? Auch hier bleibt offen ob es sich um Ironie oder einfach um eine der vielen Schwächen im Film handelt.
Meine Meinung: ein katastrophaler Katastrophenfilm.
Hier noch der deutsche Trailer:




