Heute gab es bei Heise und Golem eine lustige Meldung: einem Australier war es gelungen im (noch nicht erhältlichen) Onlinemodul einer Kaffeemaschine der Firma Jura (sowie der dazugehörigen PC-Konfigurationssoftware) Sicherheitslücken zu finden. In der Kaffeemaschine kann man nur die Einstellungen zur Zubereitung ändern, aber über die Lücken in der Konfigurationssoftware soll es möglich sein den Computer zu übernehmen.
Beim ersten Lesen konnte ich mir auch ein Schmunzeln nicht verkneifen aber wenn man über die Folgen nachdenkt vergeht einem das Lachen.
Dank IPv6 werden wir bald IP-Adressen im Überfluss haben, d.h. es kann nahezu jedes Gerät ans Internet angeschlossen werden. Ich bin ja sehr technikbegeistert und die Vorstellung, dass ich in x Jahren mein komplettes Zuhause per Browser steuern kann gefällt mir. Schnell den Backofen anstellen bevor man aus dem Büro nach Hause fährt, den Kühlschrank noch mehr Bier ordern lassen oder dem Videorekorder sagen, dass er die Tagesschau aufnehmen soll (gut, das konnte ich schon vor Jahren
)
Solche Geek-Träume dürften den Normaluser aber überfordern. Ohne automatische Updates wäre die meiste Software auf PCs heute hoffnungslos veraltet und würde Crackern (und Hackern um den medienüblicheren Ausdruck zu verwenden) Tür und Tor öffnen.
So toll das vernetzte Heim auch ist erhöht es auch die Anforderungen an die Gerätehersteller. Das Beispiel zeigt wo in Zukunft überall Lücken lauern können. Ich glaube kaum, dass die Gerätehersteller ihre Hausaufgaben machen und Ihre Geräte wie Kaffeemaschinen, Kühlschränke, Waschmaschinen usw. Penetrationstest unterziehen werden, da solche Tests zeitintensiv und kostspielig sind. Sollten sie aber, wenn sie nicht das Vertrauen Ihrer Kunden verlieren wollen.
Ich werde jetzt zu meinem Offline-Kühlschrank gehen und mir erst mal ein Bier holen





*lol*