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ein Versuch den Wahnsinn zu dokumentieren

Fantasy Film Fest Nights 2009 - Tag 1

Abgelegt unter: Allgemein, Movies — Kosebamse um 13:18 am Samstag, März 14, 2009

Dieses Wochenende finden in Stuttgart wieder die Fantasy Film Fest Nights statt und ich habe mir heute Deadgirl, Splinter und Horsemen angesehen.

Deadgirl

Ricky und JT sind zwei siebzehnjährige Teenager, die das im Kopf haben was alle Jungs in dem Alter im Kopf haben: Mädchen.
Aus Langeweile treiben die beiden sich nach der Schule in einer still gelegten Irrenanstalt herum. Die Entdeckung, die sie dort machen ist ziemlich schräg und der Anfang einer äußerst perversen Freakshow.
In einem Keller entdecken die beiden die “Leiche” eines jungen Mädchens, die aber noch höchst lebendig und aggressiv ist.
JT ist sofort fasziniert und will das Mädchen als allzeit bereite Sexsklavin halten. Der sensible Ricky, der ein Auge auf seine Mitschülerin Jo Ann geworfen hat, möchte dem Treiben am liebsten sofort ein Ende bereiten.
Als das kleine Geheimnis der beiden an der Schule die Runde macht gerät die Situation mehr und mehr außer Kontrolle.

Andreas Bernauer (Rosebud Entertainment), der das Film Fest einläutete meinte, ein Journalist hätte (nachdem er den Film auf dem Toronto Film Fest gesehen hat) geschrieben, dass er sich noch nie so schlecht als Mann gefühlt hat.
Diese Aussage trifft es meiner Meinung nach voll und ganz. Auch wenn wir in einer (mehr oder weniger) emanzipierten Gesellschaft leben zeigt der Film auf sehr drastische Weise die Reduzierung einer Frau zu einem Objekt simpler Lustbefriedigung und die Probleme, die junge, heranwachsende Männer haben ihren Platz und Rolle in der Gesellschaft zu finden.
Darüber hinaus beantwortet der Film nicht alle Fragen die er aufwirft wodurch er noch mehr anregt sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Meine Meinung: äußerst sehenswert

Hier der Trailer:

Splinter

Seth und Polly wollen nur eins: ein unbeschwertes Wochenende in der freien Natur und Jubiläumssex unter freiem Himmel.
Das Vorhaben scheitert allerdings an Stechmücken und dem komplizierten Zeltaufbau. Deswegen beschließen die beiden die Nacht in einem Motel zu verbringen. Unterwegs treffen sie auf Lacey und Dennis, einem Gangsterpärchen das auf der Flucht ist und die beiden “überredet” sie zur Grenze zu bringen.
Als die vier an einer Tankstelle anhalten eskaliert die Situation schlagartig, als der Tankwart, dem es offensichtlich alles andere als gut geht, die vier attackiert. Der arme Kerl wird nämlich von einem stachligen Organismus kontrolliert, der äußerst aggressiv ist.
So bleibt nur der Rückzug in die Tankstelle mit dem Wissen, dass draußen der Tod lauert.

Der Film (der sechs Preise auf dem Screamfest abräumte) hat mir gut gefallen, die Charaktere und Ihre Entwicklung sind gut gezeichnet.
Die Splatterszenen sind nichts für Leute mit schwachem Magen, allerdings häufig zu verwackelt und viel zu schnell geschnitten.
Das Erstlingswerk von Regisseur Toby Wilkins ist sehr unterhaltsam und spannend, man darf auf mehr von dem Mann gespannt sein. Der Film kommt im ersten Quartal in Deutschland (hoffentlich ungeschnitten) direkt auf DVD raus.

Meine Meinung: sehenswerter “Animal-Horror” der anderen Art

Hier der Trailer:

Horsemen

Aidan Breslin (sehr gut gespielt von Dennis Quaid) ist ein verwitweter Detective. Der Schmerz über den Verlust seiner Frau ist so groß, dass er sich in seiner Arbeit vergräbt und seine beiden Söhne vernachlässigt.
Bei seinem neusten Fall geht es um eine Gruppe von Serienmördern, die sich auf das sechste Kapitel der Offenbarung beziehen: die Reiter der Apokalypse. Die Lage spitzt sich zu, als seine Söhne in die Mordserie mit hinein gezogen werden und die Prophezeiung nach und nach erfüllt.

In der Ankündigung der FFFN wird der Film mit SE7EN und SAW verglichen. Leider hält Horsemen dem Vergleich nicht stand, denn an die Genialität der beiden Thriller kommt er nicht heran.
Dennis Quaid ist wirklich ein Highlight, aber leider wird das (meiner Meinung nach interessante) Thema mit den apokalyptischen Reitern nicht weiter vertieft. Das Ende ist leider ab einem bestimmten Punkt im Film vorhersehbar worunter die Spannung leidet.

Meine Meinung: mittelmäßiger Thriller der das Potential seiner Story nicht voll ausschöpft

Auch dazu gibt’s einen Trailer:

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